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Dr. Volker Wissing

Quelle: Bundesregierung / Jesco Denzel

Die Verfügbarkeit von Daten entscheidet über die Zukunft der Gesundheitsforschung und -versorgung, sagt Dr. Volker Wissing. In seinem Gastbeitrag zeigt er auf, wie der Zugang zu diesen Daten aussehen kann und welche Rolle die Health-i Initiative dabei spielt.

Ob elektronische Patientenakte, E-Rezept, digitale Vernetzung oder Einsatz von Robotik und Telepflege: Deutschland soll künftig eine Vorreiterrolle bei Digital Health einnehmen. Darauf hat sich die Bundesregierung in ihrer Digitalstrategie Deutschland verständigt. Wir wollen digitale Anwendungen für ein modernes Gesundheitswesen und eine optimale medizinische Versorgung der Menschen verantwortungsvoll nutzen. Die Digitalisierung bietet enormes Potenzial, die Gesundheitsversorgung bürgernäher, individueller und effizienter zu gestalten. Dieses Potenzial wollen wir heben.

Ein wichtiger, wenn nicht sogar der entscheidende Faktor sind Daten. Sie sind vielfach die Voraussetzung für neue Erkenntnisse, innovative Ideen sowie das Entstehen digitaler Geschäftsmodelle. Sie müssen deshalb möglichst breit verfügbar und nutzbar sein. Um das zu erreichen, sollen künftig zum Beispiel Daten aus der elektronischen Patientenakte sicher und transparent zugänglich werden. Das heißt: Jeder soll selbst entscheiden können, ob mit seinen Daten geforscht werden darf und er so zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung für alle beitragen möchte. Darüber hinaus wollen wir mit den anderen EU-Mitgliedstaaten einen Datenraum Gesundheit aufbauen. Er macht Gesundheitsforschung und -versorgung über Grenzen hinweg möglich.

Das Gestalten innovationsfreundlicher Bedingungen ist das eine, was für mehr digitalen Fortschritt im Gesundheitsbereich nötig ist. Das andere sind kluge Köpfe, die diese Bedingungen nutzen – etwa Start-ups mit Machergeist, mit Visionen und Ideen, mit spannenden Projekten. Die Health-i Initiative, für die ich gern die Schirmherrschaft übernommen habe, gibt ihnen mit dem Health-i Award eine Bühne. Auf ihr können Start-ups zeigen, wie sie die Zukunft der Gesundheitsversorgung mitgestalten wollen. Eine Zukunft, in der auf die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung gesetzt wird. Ich bin sehr gespannt, welche innovativen Ansätze und Lösungen in diesem Jahr ins Rennen gehen. Fest steht jedenfalls: Dabei sein lohnt sich, denn jeder Impuls zählt und stärkt die gesamte Gesundheitsbranche.

Dieser Text erschien am 13.02.2023 im Handelsblatt