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Radverkehr wird Unifach

Quelle: BMDV / Adobe Stock / sebra

BMDV-Stiftungsprofessuren Radverkehr

Mit einem Volumen von 11,6 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erstmals Radverkehrs-Professuren. Zudem werden an sieben Hochschulen spezialisierte Masterstudiengänge akkreditiert.

Eine Förderung des BMDV erhalten:

  • Bergische Universität Wuppertal
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Die Hochschule Karlsruhe
  • Hochschule RheinMain Wiesbaden
  • Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
  • Technische Hochschule Wildau
  • Universität Kassel

Die Stiftungsprofessuren

Mit den Stiftungsprofessuren etablieren und stärken wir die interdisziplinäre Forschung und Lehre zu Radverkehr und nachhaltiger Mobilität. Die Professuren werden zu wichtigen Radverkehrsaspekten forschen und ausbilden, darunter Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit, Fußverkehr oder Logistik. An den Lehrstühlen werden schon heute neue Technologien erprobt und starke Kooperationsnetzwerke etabliert. So bauen wir dringend benötigte Fachkompetenz für die Mobilität von morgen auf.

Radprofessur

Die Universität Kassel ist eine junge Universität; hier bleiben Dinge in Bewegung. Offenheit, Initiative und Praxisbezug werden gefördert. Das gilt in Studium, Forschung und Lehre ebenso wie bei Existenzgründungen aus der Hochschule heraus. Die Universität hat ein außergewöhnliches Profil mit den Kompetenzfeldern Natur, Technik, Kultur und Gesellschaft. Im Wintersemester 2021/2022 zählte sie rund 25.000 Studierende und 3.300 Hochschulangehörige, darunter ca. 340 Professorinnen und Professoren in elf Fachbereichen.

Internationalisierung ist profilbildendend und strategisches Ziel: Die Universität Kassel ist weltweit durch rund 460 Kooperationen mit ausländischen Partnern vernetzt. In der Forschung setzt die Universität besondere Schwerpunkte in Umwelt-, Klima- und Energiethemen, der Forschung zur nachhaltigen Gestaltung von Verkehr, der Stadt- und Regionalforschung, der sozialverträglichen Informationstechnik-Gestaltung, der Simulation technischer Systeme und der Fahrzeugsystemtechnik, der Werkstoff- und Produktionstechnik, den Nanostrukturwissenschaften, der Bildungsforschung, der Forschung zu globaler Sozialpolitik, Entwicklungspolitik und menschenwürdiger Arbeit sowie der Kultur- und Geschlechterforschung.

Professur „Radverkehr und Nahmobilität“

Inhaltliche Ausrichtung und Forschungsschwerpunkte

Die Professur „Radverkehr und Nahmobilität“ wird seit Oktober 2021 von Frau Prof. Dr. Angela Francke geleitet. Seit über 10 Jahren forscht und lehrt sie im verkehrswissenschaftlichen Bereich mit einem Fokus auf die Nutzenden und Kostenwahrheit im Verkehr sowie insbesondere auf den Radverkehr bzw. die nachhaltige (Nah-) Mobilität. Sie vertritt die Themen des Rad- und Fußverkehrs sowie der Mikromobilität in Forschung und Lehre. Die W3-Professur ist Teil des Instituts für Verkehrswesen im Fachbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen.

Die Forschungsschwerpunkte liegen in folgenden Themenbereichen:

  • Planung und Entwurf von Anlagen des Rad- und Fußverkehrs (inkl. Anlagen zur Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr),
  • Verkehrssicherheit im Rad- und Fußverkehr (inkl. E-Bikes und E-Kleinstfahrzeuge),
  • Planung und Förderung von aktiver Mobilität und Nahmobilität,
  • Verkehrsentwicklung, -innovationen und -sicherheit, auch mit Fokus auf Transformations- und Entwicklungsländer,
  • Empirische Datenanalyse von Mobilitätsverhalten,
  • Verkehrspsychologische Hintergründe und Human Factors,
  • Kostenwahrheit im Verkehr und
  • Inklusive Verkehrsplanung.

Das sich im Aufbau befindliche Mobilitätslabor erforscht, wie sich Maßnahmen in Rad- und Fußverkehr, Mikromobilität bzw. Intermodale Verknüpfungen auf das Erleben und Verhalten der Verkehrsteilnehmenden auswirken. Dazu wird technisches Equipment mit verkehrspsychologischen Grundlagen und verkehrsplanerischen Maßnahmen verbunden. Dabei wird das Fahrrad an sich, die Radfahrenden sowie die Interaktion mit der Infrastruktur und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet. Durch den Einsatz von u. a. VR-Szenarien im Fahrradsimulator, sowie einer umfangreichen Palette an Fahrrad-Sensoren werden sowohl Daten aus standardisierten Situationen als auch Real-Daten im Feld erhoben und ausgewertet.

Lehre

Die Professur ist an Lehrangeboten für die Studiengänge Bachelor und Master Bauingenieurwesen, Bachelor und Master Umweltingenieurwesen sowie Bachelor und Master Stadtplanung beteiligt.

Darüber hinaus wird seit Oktober 2021 ein neuer Masterstudiengang angeboten, Master “Mobilität, Verkehr und Infrastruktur”, wobei ein Schwerpunkt der Bereich “Radverkehr und Nahmobilität” darstellt. Die wesentlichen Charakteristika des neuen Studienganges sind die Folgenden:

  • Dreisemestriger, nicht-konsekutiver und interdisziplinärer Masterstudiengang des Fachbereichs Bauingenieur- und Umweltingenieurwesens im Umfang von 90 Credits
  • Abschluss: Master of Science
  • Zugangsvoraussetzung: ein wissenschaftliches Erststudium ohne Vergabe des Studienfachs, Nachweis grundlegender Kompetenzen in Mathematik, Mechanik und den Verkehrswissenschaften, die auch im Rahmen des Studiums nachgeholt werden können
  • ca. 25 Erstsemesterstudierende pro Jahr.

Die Lehrinhalte sind interdisziplinär angelegt und weisen umfangreiche vertiefte Kenntnisse in den Verkehrswissenschaften auf, mit Schwerpunkten zu integrierter Verkehrsplanung, Verkehrstechnik, Öffentlicher Verkehr, Straßenentwurf und Straßenraumgestaltung, Verkehrsinfrastruktur sowie Radverkehr und Nahmobilität (36 Credits). Ergänzt werden sie durch folgende Inhalte:

  • Vertiefung Mathematik und Informatik (12 Credits)
  • Recht im Verkehrswesen (6 Credits)
  • Ökonomie (6 Credits)
  • Schlüsselqualifikationen (6 Credits).

Netzwerke und Kooperationen

Die Professur ist in zahlreiche Netzwerke und wissenschaftliche Zentren, integriert. An der Universität Kassel sind dabei die folgenden zu nennen:

  • Kassel Institute for Sustainability (KIS)
  • Umwelt-Netzwerk
  • Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG)
  • Graduiertenzentrum für Umweltforschung und -lehre (GradZ)
  • AG Effizient mobil

Zudem ist die Professur auch in außeruniversitären Netzwerke integriert, zu denen beispielsweise zählen:

  • Nordhessisches Netzwerk der Mobilitätswirtschaft MoWin.net
  • Entwicklungs- und Kompetenzzentrum House of Logistics and Mobility (HOLM)
  • Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)
  • Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVWG).

Ansprechpartnerin

Prof. Angela Francke
Angela.francke@uni-kassel.de
www.uni-kassel.de/go/radverkehr

Radprofessur


Die Technische Hochschule Wildau

Die Technische Hochschule Wildau ist die mit rund 3.700 Studierenden die größte Fachhochschule im Land Brandenburg und befindet sich unmittelbar benachbart der Bundeshauptstadt Berlin. Ca. 18% der Studierenden kommen aus dem Ausland. Rund 100 Professoren und Professorinnen sowie über 350 Mitarbeitende gestalten Forschung und Lehre in aktuell 30 Bachelor- und Masterstudiengängen.

Das Forschungsfeld Verkehr, Mobilität und Logistik gehört zu den strategischen Entwicklungsfeldern der TH Wildau. Es wird bereits heute durch etwa 20 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in verschiedenen verkehrsaffinen Studiengängen kompetent vertreten und weiter ausgebaut.

Mit der Stiftungsprofessur Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen entwickelt die TH Wildau ihr wissenschaftliches Profil strukturell und zukunftsorientiert im Themenfeld nachhaltige Mobilität weiter.


Die Professur „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“

Als Teil des Umweltverbunds hat der Radverkehr gemeinsam mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Fußverkehr mehr denn je das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Die TH Wildau trägt mit dieser Professur aktiv zur Umsetzung des NRVP bei und adressiert dieses Potenzial insbesondere in der Verknüpfung des Radverkehrs mit weiteren Verkehrsträgern. Die Stiftungsprofessur ist generalistisch mit einem planerisch-konzeptionellen Schwerpunkt angelegt. Das Masterstudium Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen vermittelt verkehrsplanerische, (informations-)technische und Kommunikationskompetenzen. In Lehre und Forschung werden intermodale Lösungen entwickelt, die den Radverkehr im Kontext aller Verkehrsträger attraktiver machen und so zu einem steigenden Modal-Split-Anteil für den Umweltverbund führen.


Der Studiengang „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“

Der Master-Studiengang "Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen" ist ein dreisemestriger, konsekutiver Studiengang mit einer Wertigkeit von 90 ECTS-Punkten, der organisatorisch dem Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften zugeordnet ist.

Der Master-Studiengang ist konsekutiv zu ingenieurswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengängen mit Verkehrs- sowie Mobilitätsbezug und bietet somit Studierenden unterschiedlicher fachlicher Herkunft die Möglichkeit zu einem inter- und transdisziplinären Radverkehrsstudium.

Der Master-Studiengang wird mit einem hohen Projektanteil studiert, der dazu dient, den im Studium vermittelten Forschungsstand praxisnah in umsetzbare Konzepte für intermodale Problemstellungen zu übersetzen und weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Methodenkompetenzen unter Berücksichtigung disziplinärer Vertiefung in den folgenden Themenbereichen:

  • Erstellung von Verkehrs- und Mobilitätskonzepten (Fokus Radverkehr)
  • Entwicklung von Geschäftsmodellen rund um den Betrieb von Radverkehrsanlagen
  • Anwendung von Tools zur Digitalisierung intermodaler Verknüpfungen zwischen Radverkehr und anderen Verkehrsmitteln
  • Anwendung modernster Technologien für die Fahrradlogistik und den Fahrradtransport
  • Erstellung von Kommunikationskonzepten für die Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in der Verkehrs- und Mobilitätsplanung
  • Vermittlung von rechtlichen Vorschriften und Verwaltungsprozessen im Kontext des Radverkehrs
  • Vertiefung des wissenschaftlichen Arbeitens und erlernen von Präsentationstechniken
  • Erstellung von Förderanträgen.

Geplante Kooperationen und „on Top“-Aktivitäten

Die TH Wildau ist aktiver Partner in zahlreichen Netzwerken, Clustern und Gemeinschaftsvorhaben. Sie kooperiert im Verkehrswesen mit wesentlichen Gestaltern und Betreibern in der Region sowie auf Bundesebene und international. Durch die Stiftungsprofessur ergeben sich Ausbaupotenziale für Kooperationen. Dazu gehören Hochschulen aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, den DLR-Verkehrsinstituten in Berlin-Adlershof, Interessensverbände wie dem VCD, dem ADFC und der AGFK Brandenburg. Geplant sind u. a. Ringvorlesungen und Seminare auch in den regionalen Präsenzstellen der Hochschulen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Die Professur richtet jährlich ein überregional ausstrahlendes, wissenschaftliches Symposium zu aktuellen Fragen des Radverkehrs insbesondere im Hinblick auf die intermodale Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern aus. Explizit werden dabei die Absolventen und Absolventinnen und auch die aktuell Studierenden einbezogen. Darüber hinaus haben die sieben Stiftungsprofessuren gemeinsam einen Arbeitskreis zum Radverkehr eingerichtet, in dem ein regelmäßiger intensiver sowie fachlich-wissenschaftlicher Austausch zwischen den Professoren und Professorinnen und ihren Mitarbeitenden stattfindet. Zudem wird ein Doktorandenseminar für alle Promovierenden in den Stiftungsprofessuren angeboten.

Radprofessur

Über 70 Studienangebote an zwei Studienorten mit einem internationalen Netzwerk – das ist die Hochschule RheinMain. Rund 13.500 Studierende studieren in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen, Design Informatik Medien, Sozialwesen und Wiesbaden Business School in Wiesbaden sowie im Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim am Main. Neben der praxisorientierten Lehre ist die Hochschule RheinMain anerkannt für ihre anwendungsbezogene Forschung.

Professur Rad-Entwurf

Die Professur ist thematisch im Bereich der Planung und des Entwurfs von Verkehrsanlagen und der Verkehrssicherheit verortet und wird unmittelbar in die Fachgruppe Mobilitätsmanagement (FG MM) an der HSRM eingebunden. Sie unterstützt damit die Strategie im Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen bzw. an der HSRM, einen profilbildenden Schwerpunkt im Bereich nachhaltiger Mobilität aufzubauen. Drei Aktivitätsfelder der Professur stehen dabei im Mittelpunkt:

  1. Verankerung des Entwurfs von Verkehrsanlagen, insbesondere für den Fuß- und Radverkehr in grundständigen Studiengängen
  2. Vertiefte Vermittlung von Fuß- und Radverkehrsthemen in weiterführenden Studiengängen sowie in Fort- und Weiterbildung zur Qualifizierung von Radverkehrsspezialistinnen und -spezialisten
  3. Anwendungsorientierte Forschung zum Radverkehr im Verbund mit weiteren Partnern und Disziplinen.

Die (W2)-Professur wird durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfang von 1,5 Promotionsstellen sowie einer Verwaltungsstelle im Umfang von 50 Stellenprozent ergänzt. Alle Stellen sind derzeit besetzt und das Team Rad ist damit vollzählig.

Einbindung in die Lehre

Im Wintersemester 2022/23 startet der kooperative regionale Master Nachhaltige Mobilität zusammen mit der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Darmstadt und der Technischen Hochschule Mittelhessen:

  • Erstakkreditierung des neuen Masterstudiengangs „Nachhaltige Mobilität“ ist erfolgt:

    • Regionaler und kooperativer Ansatz
    • Konsekutiver, dreisemestriger (90 CP) Master für ca. 30 Studierende aus raum-, planungs- oder bauwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen mit Verkehrsbezug
    • Ziel des Masterstudiengangs Nachhaltige Mobilität ist die Zusatzqualifikation Master of Engineering (M.Eng.) in den für die nachhaltige Gestaltung von Mobilität und Verkehr maßgeblichen Aufgaben der Verkehrsplanung, des Entwurfs und des Betriebs von Verkehrsanlagen, insbesondere des Umweltverbunds, und deren Verknüpfungspunkten, des Mobilitätsmanagements sowie dem Umgang mit innovativen Geschäftsmodellen im Bereich Verkehr und Mobilität.
    • Bereits seit dem Wintersemester 2020/21 finden radverkehrsspezifische Blockveranstaltungen in vorhandenen Studiengängen (Bachelor und Master) statt.

Forschung und Kooperationen

Fokus auf strukturbildenden Maßnahmen im Bereich des Praxistransfers. Zur Schaffung nachhaltiger Strukturen im Bereich des Radverkehrs bestehen an der Hochschule RheinMain verschiedene Ansatzpunkte:

  • Die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)
  • Das BMBF-geförderte Projekt IMPACT RheinMain,
  • Die als Transferformat verstetigte bundesweite Fachtagung zu Fahrradvermietsystemen
  • Projektbezogene Kontakte zu Unternehmen aus der Radverkehrs-Wirtschaft sowie zu Städten und Gemeinden aus dem RheinMain-Gebiet
  • Das House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt

    Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

    • Gerechtere Flächenverteilung und gendergerechtes Planen und Entwerfen von Verkehrsanlagen (u. a. Promotionsvorhaben “Bikesharing – Eine (ger)echte Alternative”)
    • Neue radverkehrsspezifische Entwurfansätze (u. a. Promotionsvorhaben “Infrastrukturelle Erfordernisse durch den Einsatz von Lastenfahrradlogistikkonzepten auf der letzten Meile als integraler Bestandteil eines ressourcenschonenden Güterverkehrssystems”)
    • Innovative Ansätze zur Zustandserfassung- und Bewertung von Radverkehrsinfrastruktur (Kooperation mit weiterer Stiftungsprofessur)
    • Neue planerische Ansätze zur Realisierung der Verkehrswende (Kooperation mit weiterer Stiftungsprofessur)

„on-Top“-Aktivitäten

  • Promotionsvorhaben am Promotionszentrum „Logistik und Mobilität“
  • Darüber hinaus ist geplant, zusammen mit anderen HAWs und erfahrenen Praktikern insbesondere Strukturen im Bereich der Fort- und Weiterbildung zu entwickeln. Zielgruppe sind Verkehrsplaner und Verkehrsplanerinnen sowie Ingenieure und Ingenieurinnen, die in Verwaltungen oder Planungsbüros mit dem Entwurf von Anlagen des Radverkehrs befasst sind.
  • Die Radprofessur wirkt (wie die Stiftungsprofessuren der OSTFALIA und der Hochschule Karlsruhe) im 2019 neu gegründeten „Studienfeld Nachhaltige Mobilität“, einer Kooperation verschiedener Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Ziel des Studienfeldes ist die Schaffung einer zeitgemäßen und praxisnahen akademischen Ausbildung im Bereich Mobilität und Verkehr.
Radprofessur

Frankfurt University of Applied Sciences

Die Frankfurt UAS bietet ein wissenschaftlich hochqualifiziertes und gleichzeitig praxisorientiertes Lehrangebot für aktuell rund 15.000 Studierende. In vier Fachbereichen werden derzeit über 70 Studiengänge angeboten. Die anwendungsbezogene Forschung an der Frankfurt UAS ist mit der Lehre und der Praxis verzahnt.
Die Forschungsaktivitäten der Hochschule fokussieren sich insbesondere auf drei Forschungsschwerpunkte:
Demografischer Wandel und Diversität, Digitalisierung und Informations-/Kommunikationstechnologien sowie Mobilität und Logistik. Außerdem bietet die Hochschule ein umfassendes Weiterbildungsangebot an.

Professur „Nachhaltige Mobilität und Radverkehr“

Die Professur wurde am 01.01.2021 durch Prof. Dr.-Ing. Dennis Knese besetzt. Die Stiftungsprofessur an der Frankfurt UAS ist in das Research Lab for Urban Transport (ReLUT), welches an den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik sowie Wirtschaft und Recht angesiedelt ist, eingebunden. Sie vertritt das Thema Radverkehr aus verkehrsplanerischer und ökonomischer Sicht. War das Thema bereits zuvor Bestandteil der Lehre und Forschung, konnten die Aktivitäten durch Knese und die Mitarbeitenden des ReLUT weiter ausgeweitet und vertieft werden. Das ReLUT widmet sich mit seiner interdisziplinären Ausrichtung verschiedenen Fragestellungen zum Radverkehr, der eine besondere Bedeutung für die Erreichung der Verkehrswende einnimmt. Dabei geht es um bekannte und neue Herausforderungen in der Verkehrsplanung und Straßenraumgestaltung. Auch für die intermodale Verknüpfung des Fahrrads mit anderen Verkehrsmitteln spielt die Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Neben der Alltagsmobilität ist insbesondere der Tourismus und Freizeitverkehr ein Gebiet mit hohem Potenzial für den Radverkehr. Ein weiteres dynamisches Feld ist die Radlogistik, die für den stark wachsenden Wirtschaftsverkehr zukünftig eine große Rolle spielen kann. Prof. Knese lehrt mit 18 Semesterwochenstunden diverse radverkehrsspezifische Veranstaltungen in vorhandenen Bachelor- und Master-Studiengängen. Aktuell unterstützen vier Wisschenschaftliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen mit jeweils 0,5 Stellen, wissenschaftliche Hilfskräfte sowie eine Verwaltungsstelle im Umfang von 50 Stellenprozent die Professur Master- Studiengang „Nachhaltige Mobilität“

Der Master-Studiengang „Nachhaltige Mobilität“ wird in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Main, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Hochschule Darmstadt zum Wintersemester 2022/23 in folgender Weise starten:

  • 3 Semester, konsekutives Vollzeitstudium, 90 ECTS
  • Ca. 36 Studierende pro Jahr, Studienbeginn jedes Wintersemester.
  • Voraussetzungen für den konsekutiven Master:

    • Berufsqualifizierender Hochschulabschluss der Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Umweltingenieurwesen oder anderer Verkehrs- und raumbezogener, planungsrelevanter Fachrichtungen.

In dem Masterstudiengang sollen die für eine Verkehrswende relevanten Kompetenzen - mit Fokus auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes - vertieft gelehrt werden. Das Masterkonzept zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, in dem die Absolventinnen und Absolventen neben dem Kerningenieurwissenschaftlicher Kompetenzen in den Bereichen Planung, Entwurf und Betrieb integrierter Verkehrssysteme auch Kompetenzen aus den Gesellschaftswissenschaften (Mobilitätverhalten, Verkehrspolitik) sowie der Wirtschaftswissenschaften (Geschäftsmodelle im Bereich Mobilität und Verkehr und speziell des Radverkehrs) erwerben. Auf diese Weise werden die Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzt, integrierte und umsetzungsorientierte Strategien für die Förderung nachhaltigen Verkehrs und insbesondere des Radverkehrs zu erarbeiten, die auf die Handlungsrationalitäten aller an der Gestaltung von Mobilität und Verkehr beteiligten öffentlichen und privaten Akteure Bezug nehmen. Inhalte sind u.a.:
Planung, Entwurf und Betrieb von Verkehrsmitteln, Verkehrspolitik, Mobilitätsverhalten und Radverkehr in der Verkehrsplanung, Vernetzung von Verkehrsmitteln sowie Radlogistik.

Gleichzeitig werden nach aktueller Planung zwei neue Bachelor-Studiengänge an der Frankfurt UAS beginnen, in denen Nahmobilitätsthemen durch die Stiftungsprofessur gelehrt werden: Stadtplanung sowie Infrastruktur und Umwelt.

Geplante Kooperationen

  • Kooperation mit TH Mittelhessen, HS RheinMain, HS Darmstadt
  • Vernetzung über das House of Logistics & Mobility (HOLM)

„on Top“-Aktivitäten

  • Im Rahmen der Stiftungsprofessur wird an der Frankfurt UAS ggf. in Zusammenarbeit mit anderen Stiftungsprofessuren ein Weiterbildungskonzept zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ angeboten werden. Durch dieses können CAS (Certificate of Advanced Studies) bzw. DAS (Diploma of Advanced Studies) Zertifikate erworben werden.
  • Die Riese und Müller GmbH finanziert eine 50% Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/ einen wissenschaftlichen Mitarbeiter.
Radprofessur

Dr. Jana Kühl wurde am 1. November 2020 als bundesweit erste Professorin für Radverkehrsmanagement an der Ostfalia Hochschule ernannt.

Professorin Kühl ist Geographin mit Schwerpunkt in der Sozial- und Kulturgeographie. Darüber hinaus hat sie Soziologie und Öffentliches Recht an der Uni Kiel studiert. Sie war vor ihrer Berufung wissenschaftliche Mitarbeiterin verschiedener Organisationen, u. a. der AG Kulturgeographie am Geographischen Institut der Uni Kiel, im Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie der TU Dortmund und am Institut für Lands- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) Dortmund. Als Referentin Verkehrsplanung/ neue Mobilitätsformen war sie für die NAH.SH GmbH tätig.

Zum Team Radverkehrsmanagement der Ostfalia gehören neben Professorin Kühl:

  • Sandy Gisa M.A., zuständig für Themen aus den Bereichen Medien- und Kommunikationsmanagement
  • Frederik Hipp B.A., zuständig für Themen aus den Bereichen Verkehrs- und Sportmanagement
  • Jasmin Junghans B.A., zuständig für Themen aus dem Bereich Verkehrsplanung (ab 1.7.2022)
  • Dr. Ing. Sonja Machledt-Michael, zuständig für das Projektmanagement
  • Wiebke Quander M.A., zuständig für Themen aus den Bereichen Tourismus- sowie Stadt- und Regionalmanagement

Warum Radverkehrsmanagement?

Dem Mobilitätsmanagement kommt bei der Verkehrswende entscheidende Bedeutung zu. Das Ziel, die Mobilität bei verminderter Umweltbelastung zu sichern, ist allein durch technische Entwicklungen und Verbesserungen der Infrastruktur nicht zu erreichen. Radverkehrsmanagement ist ein wichtiger Teil des Mobilitätsmanagements. Nur innovative, interdisziplinäre und multi- oder intermodale Ansätze können die Potentiale des Radverkehrs erschließen. Das bedeutet auf planerischer aber auch gesellschaftlicher und medialer Ebene zu agieren.

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hauptsitz in Wolfenbüttel, Professur am Institut für Verkehrsmanagement in Salzgitter

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

  • 12.000 Studierende in 12 Fakultäten
  • vier Standorte: Wolfenbüttel, Wolfsburg, Suderburg und Salzgitter
  • mehr als 80 Studiengänge aus den Themengebieten: Recht, Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Technik und Informatik

Die Fakultät K: Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Campus Salzgitter

  • 2.200 Studierende in 14 grundständigen Management-Studiengängen
  • 40 Professoren und Professorinnen sowie zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Das Institut für Verkehrsmanagement (IfVM) der Fakultät K am Campus Salzgitter

  • Neun Professoren und Professorinnen lehren und forschen gemeinsam
    Neben der Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement konnte das IfVM auch eine Digitalisierungsprofessur einwerben. Gemeinsame Projekte zur Digitalisierung im Radverkehr sind in Planung.
  • Schwerpunkt: praxisnahe Verkehrs- und Mobilitätsforschung
  • Zentrum der Arbeit: Nachhaltigkeit sowie Technologie- und Wissenstransfer

Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement

Ziele der Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement an der Ostfalia:

  • Ausbildung von Radverkehrs-Fachkräften für Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft: von der Infrastrukturplanung über das Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung
  • Mitwirkung u. a. im Zentrum für gesellschaftliche Innovation
  • Mitwirkung in lokalen/ regionalen/ nationalen Strukturen/ Netzwerken/ Dialogformaten zum Radverkehr
  • Schwerpunkt Radverkehrsforschung: Initiierung, Antragstellung, Durchführung
  • Verbreitung von Basiswissen und Forschungsergebnissen zum Radverkehr in der interessierten Öffentlichkeit und auf Fachtagungen und -konferenzen.

Einbindung der Professur in das Lehrangebot

Die Professur Radverkehrsmanagement ist in die Lehre an der Ostfalia in folgende Studiengänge eingebunden:
Bachelor-Studiengänge Mobilität und Personenverkehrsmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen Mobilität und Verkehr, Transport- und Logistikmanagement, Stadt- und Regionalmanagement, Tourismusmanagement, Sportmanagement, Medienkommunikation, Mediendesign sowie in den Masterstudiengang Verkehr und Logistik.

Kooperationen

Die Professur Radverkehrsmanagement arbeitet mit zahlreichen Akteuren im Radverkehr zusammen, um praxisnahe Lehr- und Forschungsprojekte zu entwickeln. Daraus ergaben sich bisher Planungen und Projekte mit:

  • Niedersächsische Ministerien u.a.:
    Kultusministerium
  • Ingenieur- und Beratungsbüros u.a.:
    WVI GmbH, plan & rat
  • Interessenvertretungen für den Radverkehr:
    AGFK, ADFC, VCD, Dutch Cycling Embassy
  • Kommunen und Kommunalverbände:
    Region Hannover, Regionalverband Großraum Braunschweig, Landkreis Wolfenbüttel, Stadt Salzgitter
  • Polizei und Präventionsarbeit:
    Polizei Salzgitter, deutscher Verkehrssicherheitsrat
  • Schulen:
    Allgemeinbildende und berufsbildende Schulen der Region
  • Und nicht zuletzt: die gute Zusammenarbeit mit den anderen Rad-Stiftungsprofessoren und Stiftungsprofessorinnen:
  • Angela Franke an der Uni Kassel,
  • Heather Kaths an der Uni Wuppertal,
  • Dennis Knese an der Frankfurt UAS,
  • Christian Rudolf an der TH Wildau,
    des Curriculums Mobilität an Schulen in Niedersachsen
  • in der Kooperation mit anderen Hochschulen und Universitäten zu Radverkehrsthemen
  • Fachbeiträge in Weiterbildungsprogrammen
  • Interdisziplinäre und international Dialogveranstaltungen.

    • in das jährlich stattfindende öffentliche Vertragsformat Salzgitter Forum Mobilität, das ab 2022 auch Radverkehrsthemen fokossiert (6.5.2022 “Mehr Vielfalt für den Radverkehr”, Anmeldung hier)
  • in bestehende Hochschul-Kontakte (Großbritannien, Niederlande, Schweden, Schweiz)
Radprofessur
  • An der Hochschule gibt es ca. 7.000 Studierende in sechs Fakultäten: Architektur und Bauwesen, Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Medien, Maschinenbau und Mechatronik, Wirtschaftswissenschaften.
  • Über 200 Professorinnen und Professoren lehren in mehr als 40 Studiengängen.
  • Die Hochschule kooperiert mit über 180 Partnerhochschulen in über 50 Ländern.
  • Die Forschungsschwerpunkte “Innovative Mobilitätskonzepte“, „Ressourcen und Klima”, “Intelligente Systeme” und „Arbeit und Produktion“ sind qualitätsgeprüft von der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz.
  • Die Hochschule Karlsruhe verfügt über elf qualitätsgesicherte und zentrale Forschungsinstitute. Darunter sind drei Institute zur Mobilität: das Institut für Verkehr und Infrastruktur (IVI) – in dem die antragstellenden Professoren Mitglied sind und welches die zukünftige Heimat der
    Stiftungsprofessur sein wird, sowie das Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) und das Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS). An der HKA ist darüber hinaus das Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität (BWIM).
  • Professur „Radverkehr“

    • Ausrichtung Radverkehrsplanung mit den wesentlichen Aspekten
    • Einbindung Radverkehr in das Gesamtsystem Mobilität und Verkehr
    • Entwicklung von Radverkehrsplänen und Fahrradnetzen
    • Radverkehrsförderung
    • Innovationen im Radverkehr
    • Einbindung und Akzent in/im interdisziplinären Schwerpunkt Mobilität und Verkehr an der Hochschule mit Professuren insbesondere in den Fakultäten
    • Architektur und Bauwesen (Planung, Bau und Betrieb von Verkehrs-Infrastruktur, Stadtplanung)
    • Informationsmanagement und Medien (Mobilität, Human Factors, Ökologie, Digitalisierung)
    • Maschinenbau und Mechatronik (Automotive, Fahrzeugtechnologie, Umwelttechnik).
  • Fahrrad-Labor

    • Mensch – Fahrrad – Infrastruktur – Digitalisierung
  • Kooperationen

    • Kooperation mit Akteuren aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, das Radfahren (mehr) sicher, komfortabel, leistungsfähig und „hip“ zu machen.
    • Kooperation mit Akteuren aus der Wirtschaft mit dem Ziel, das Fahrrad als Innovationsträger zu entwickeln.
    • Vernetzung der Akteure untereinander sowie mit Professur und Studienangeboten zur Weiterentwicklung mit den Bedarfen der Praxis.
  • Studiengänge
  • neu: Masterstudiengang “Mobilitätsmanagement” mit einer umfassenden eigenständigen Vertiefungsrichtung „Radverkehr“ Module: Fahrradmobilität, Radverkehrsanlagen und Radverkehrssicherheit, Vertiefungsprojekt Radverkehr u. a.

    • Schwerpunkte

      • Radverkehrsplanung, Radverkehrsinfrastruktur
      • Interdisziplinäre Projekte
      • offen für viele Bachelor-Studiengänge
      • interdisziplinär konsekutiv: Radverkehrserweiterung/-prägung des vorausgehenden Bachelorstudiengang
      • geeignete Studiengänge: Ingenieurstudiengänge, Sozialwissenschaften, Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften, Medienwissenschaften
      • Kompetenzen: Radverkehr in Planung und Technik.
    • Umfang

      • 90 Kreditpunkte nach ECTS – damit Summe vorgelagerter Bachelor- und Masterstudiengang 300 Kreditpunkte (zusätzlich wird es für vorgelagerte Bachelor-Abschlüsse mit 180 Kreditpunkten ein Ergänzungsangebot von 30 Kreditpunkten geben)
      • 50 SWS Vorlesung- und Laborveranstaltungen, dazu mehrere Projektstudien und Abschlussarbeit
      • geplanter Start mit 15 Studienplätzen
      • projektorientiert
      • Studiengang in der Fakultät für Informationsmanagement und Medien, Bereich Verkehrssystemmanagement
      • Start: Vorbereitungen für die Einführung haben begonnen; Behandlung durch die Gremien
        Fakultätsrat, Senat und Hochschulrat, Akkreditierung sowie Einrichtungsgenehmigung sollen im Jahr 2022 erfolgen.
  • neu: Vertiefungsschwerpunkt „Radverkehr“ im existierenden Bachelor-Studiengang „Verkehrssystemmanagement“
  • neu: Weiterbildungsangebote im Bereich Radverkehr, mündend in einen berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radverkehr“

    • Abstimmung mit den Kooperationspartnern (Kommunen, Körperschaften, Verkehrsbetrieben, Industrie) zur Ermittlung des spezifischen Bedarfs erfolgt
    • Durchführung von ersten Zertifikatsstudien (Lehrgängen) ab dem Wintersemester 2020
    • sukzessive Ausweitung des Angebots, so dass die Zertifikatsstudien flexibel zu einem berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radverkehr“ kombiniert werden können.
  • Zusätzliche Aktivitäten

    • berufliche Weiterbildung in Ergänzung der Studienangebote in unterschiedlichen Formaten (Ein- oder Mehrtages-Schulungen, Seminare, Vorträge, …)
    • gesellschaftliche Weiterbildung mit Events, Aktionen, Informationen für unterschiedliche Zielgruppen in unterschiedlichen Formaten.
    • Studienprojekte mit Schulen (z.B. „bike for future“, Fahrrad-Events, Eltern-Taxi-Alternativen, Rad-Erlebnisse für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, …)
    • Studienprojekte mit Kooperationspartnern
    • Internationale Aktivitäten in Workshops (“hands on sustainable mobility”), Konferenzen für unterschiedliche Adressaten (young researcher, best practice, science), Forschung und Veröffentlichungen
    • Einbindung ins Studienfeld „nachhaltige Mobilität“ verschiedener Hochschulen für angewandte Wissenschaften
    • Vernetzung der BMDV-Stiftungsprofessuren für Radverkehr.
Radprofessur

Bergische Universität Wuppertal:

  • ist forschungsorientiert und verfügt über ein breites Fächerangebot;
  • Interdisziplinarität, Innovationsfähigkeit und Teamgeist prägen Lehre und Forschung;
  • hat über 23.000 Studierende und ca. 3.600 Beschäftigte, davon ca. 260 Professorinnen und Professoren;
  • mehr als 220 Partnerhochschulen weltweit bilden ihr internationales Netzwerk;
  • ist durch aktiven Wissenstransfer und intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern in der Wirtschaft, in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Gesellschaft fest in der Region verankert.

Fachzentrum Verkehr der Bergischen Universität Wuppertal:

  • besteht derzeit aus sieben Lehr- und Forschungsgebieten, die in enger fachlicher Zusammenarbeit und Kooperation Lehre und Forschungsprojekte betreuen; drei Honorarprofessuren ergänzen das Angebot;
  • sieht die Herausforderungen im Verkehrswesen der Zukunft in der integrierten Gestaltung nachhaltiger Verkehrsangebote.

Stiftungsprofessur „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft – Simulation, Reallabor, Transformation“:

  • ist auf Dauer angelegt und ausgestattet als W3-Professur mit zwei vollen Stellen für wissenschaftlich Mitarbeitende (TV-L E 13), einer halben Verwaltungsstelle und studentischen Hilfskräften;
  • ist in einem ordentlichen Berufungsverfahren besetzt worden;
  • soll innovative Lösungen für die Planung von Radverkehrsinfrastruktur erforschen und die Erkenntnisse erproben, anwenden und evaluieren, um funktional differenzierte, in sich geschlossene Radwegenetze mit hoher Leistungsfähigkeit entwickeln und städtebaulich integrieren zu können;
  • soll mikro- und makroskopische Simulationswerkzeuge entwickeln, mit denen die Auswirkungen von (Rad-)Infrastrukturmaßnahmen vor allem im Hinblick auf die Integration des Radverkehrs in den Verkehrsablauf abgeschätzt werden können;
  • soll in Realexperimenten und in Reallaboren praxistaugliche, funktionierende Lösungsbeiträge entwickeln, erproben und evaluieren;
  • soll Analysen von Good Practice-Projekten in anderen Städten (z. B. in hoch verdichteten Metropolen) im In- und Ausland durchführen.

Konsekutiver Masterstudiengang M. Sc. Radverkehrsingenieurwesen:

  • wird von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen angeboten werden;
  • wird von Bachelor-Absolventinnen sowie Bachelor-Absolventen des Bauingenieurwesens und des
    Verkehrswirtschaftsingenieurwesens sowie vergleichbarer Studiengänge mit ähnlicher Ausrichtung anderer Universitäten und Hochschulen studiert werden können;
  • soll nach erfolgreicher Akkreditierung im Wintersemester 2023/24 mit ca. 20 Studierenden starten;
  • wird als Präsenzstudium in Vollzeit mit 4 Semestern und 120 ECTS-Punkten konzipiert werden;
  • soll vier Modulblöcke aus Methodenwissen, Verkehrsingenieurwesen, Projektpraxisphase und Abschlussarbeit umfassen;
  • soll neben Grundlagen insbesondere vertiefende Kenntnisse für den Entwurf, die Planung und die Simulation von derzeitiger und zukünftiger Radverkehrsnachfrage vermitteln;
  • soll das Verstehen und die Gestaltung von Transformationsprozessen hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt, Ortschaft oder Region als Analysevorgang und vor allem als ingenieurwissenschaftliche Problemlösungsaufgabe vermitteln.

Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit:

  • mit dem Forschungszentrum Jülich (im Bereich Fußgängerdynamik), dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (im Bereich Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung) und dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit – TransZent (im Bereich inter- und transdisziplinäre Forschung und Lehre);
  • mit Partnern aus Wirtschaft und Praxis;
  • und mit den anderen sechs Radprofessuren.

„on Top“ Aktivitäten:

  • Internationalisierung von Lehre und Forschung soll auf der schon jetzt sehr guten Zusammenarbeit mit u.a. niederländischen und dänischen Kooperationspartnern rund um das Verkehrsmittel Fahrrad aufgebaut werden;
  • Verstetigung des internationalen Workshop-Konzeptes „freshbrains“, in dem Studierende neue Ideen zum Radverkehr in Kommunen tragen (nominiert für den Deutschen Fahrradpreis 2020);
  • in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut, Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik und dem Institute for Advanced Simulation des Forschungszentrums Jülich sollen zusätzlich Promotionsstellen im Bereich der Radverkehrsplanung entstehen;
  • Aufbau eines Weiterbildungslehrgangs für kommunale Rad- und Fußverkehrsbeauftragte;
  • Weiterentwicklung der technischen Regelwerke.

LOI – Partner:

  • Die Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Ina Brandes;
  • Forschungszentrum Jülich – Institute for Advanced Simulation – Zivile Sicherheitsforschung;
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie;
  • Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit;
  • Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW);
  • Zukunftsnetz Mobilität Nordrhein-Westfalen;
  • Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Andreas Mucke;
  • Barmer Gesundheitskasse.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:

Sommerradtour der BMDV-Stiftungsprofessuren Radverkehr

7 Hochschulen, 5 Bundesländer, 1 Ziel: Die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)
geförderten Hochschulen mit Stiftungsprofessuren Radverkehr haben mit einer Radtour von Hochschule zu Hochschule die aktuelle Situation für Radfahrende „erfahren“ und den Dialog mit Experten aus Politik und Wirtschaft aufgenommen. Mehr dazu auf der Homepage „Zukunft Radverkehr“. Auf Instagram finden Sie ein begleitendes Blog.