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Verkehrszeichen Radschnellweg

Quelle: BMDV

Radschnellwege bringen Radlerinnen und Radler auf die Überholspur. Auf diesen exklusiv für sie reservierten Strecken mit bestimmten baulichen Standards kommen Radfahrende schnell und sicher ans Ziel. Radschnellwege haben eine ausreichende Breite, sind gut beleuchtet und bis auf wenige Ausnahmen ohne Stopp zu befahren. Damit sind Radschnellwege insbesondere für urbane Räume und Metropolregionen interessant und können eine echte Alternative insbesondere für Pendler sein. Darüber hinaus können Radschnellwege dazu beitragen, negative Folgen des Straßenverkehrs wie Lärmbelästigung und Schadstoffemissionen zu reduzieren und wirken sich positiv aufs Klima aus.

Der Bund fördert Radschnellwege in der Baulast der Länder und Kommunen mit zunächst 25 Mio. Euro jährlich (bis 2030 rd. 318 Mio. €). Die Förderquote beträgt im Mittel 75 % der förderfähigen Kosten. Die entsprechende
Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern ist im September 2018 in Kraft getreten. Die Mittel können in einem formlosen und unbürokratischen Förderantragsverfahren abgerufen werden.

Radschnellwege sind:

  • in der Regel über 10 Kilometer lang;
  • haben prognostiziert mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich;
  • sind in der Regel 3 Meter (einspurig) und 4 Metern (zweispurig) breit;
  • sind von anderen Verkehrsteilnehmenden (insbesondere Fußgänger) baulich getrennt;
  • haben sichere und komfortable Kreuzungspunkte;
  • haben eine hohe Belagsqualität und eine geringe Steigung;
  • werden dauerhaft und verkehrssicher betrieben und unterhalten – einschließlich Winterdienst.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant. Sie eignen sich insbesondere für Pendlerverkehre.

Um den Vorhabenträgern bei der Aufstellung der erforderlichen Unterlagen für Radschnellwege-Projekte eine praktische Unterstützung an die Hand zu geben, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) einen Leitfaden erstellt. Dieser bietet anwendungsfreundliche Verfahren zur Bestimmung des zu erwartenden Radverkehrsaufkommens und eine darauf aufbauende Nutzen-Kosten-Analyse an, die für den Nachweis der Wirtschaftlichkeit eines Vorhabens erforderlich ist. Unter Weiterführende Informationen finden Sie einen Link zum Leitfaden.

Mit der 54. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften (StVO-Novelle) wurde zudem das Verkehrszeichen „Radschnellweg“ eingeführt, um eine einheitliche Kennzeichnung von Radschnellwegen zu ermöglichen.

Verkehrszeichen Radschnellweg:

Verkehrszeichen Radschnellweg

Quelle: BMDV

Wir fördern:

  • Das BMDV stellt jährlich 25 Millionen Euro für Radschnellwege bereit, die auch überjährig zur Verfügung stehen. Durch das Klimapaket der Bundesregierung werden die Finanzhilfen für Radschnellwege ab diesem Jahr von 25 Mio. Euro jährlich auf 50 Millionen Euro bis 2023 verdoppelt.

Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Gefördert werden auch der Umbau von Kreuzungspunkten sowie die Sicherheitsausstattung der Wege inklusive Beleuchtung. Interessierte Gemeinden können beim jeweiligen Land Anträge stellen. Dieses beantragt dann die Bundesförderung.

Mittlerweile erhielten bereits folgende Radschnellwege eine Bundesförderung:

Baden-Württemberg:

Heidelberg – Mannheim
Heidelberg – Schwetzingen

Heilbronn – Bad Wimpfen

Schorndorf – Fellbach

Freiburg – Waldkirch/Emmendingen
„Wiesental“ von Lörrach bis Schopfheim
Ludwigsburg – Waiblingen
„Neckartal” von Esslingen über Plochingen bis Reichenbach

Friedrichshafen – Baindt

Karlsruhe – Ettlingen

Karlsruhe – Rastatt

Tübingen – Rottenburg am Neckar

Radschnellwegbrücke bei Böblingen

Mannheim – Viernheim – Weinheim, Streckenabschnitt Mannheim inkl. BUGA-Gelände 2023

Offenburg bis Gengenbach

Ebersbach/Fils – Süßen

Heidelberg – Schwetzingen

Nordrhein-Westfalen:Aachen – Herzogenrath
„Ruhr“ Streckenabschnitt Bochum
„Ruhr“ Streckenabschnitt Gelsenkirchen, RSW RS 3 Abschnitt: Herford-Löhne
Düsseldorf - (Himmelsgeister Straße - Reinhold-Schneider-Straße)
Niedersachsen:Achim – Bremen
Braunschweig – Wolfenbüttel und Salzgitter-Thiede
Berlin:Königsweg – Kronprinzessinnenweg
Hessen:

Darmstadt – Frankfurt, Streckenabschnitt Darmstadt – Wixhausen

Darmstadt – Frankfurt, Streckenabschnitt Darmstadt – B 3

Darmstadt – Frankfurt, Streckenabschnitt Egelsbach – Langen

Bayern:

Garching/Unterschleißheim – München

Erlangen – Herzogenaurach
Nürnberg – Stein – Oberasbach – Zirndorf

Nürnberg – Erlangen

Mecklenburg-Vorpommern:Rostock, Streckenabschnitt Warnemünde – Lichtenhagen, Streckenabschnitt 35 „Dierkower Damm”

Weitere Förderanträge wurden aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angekündigt.

Möglich wurde diese Förderung durch eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes.