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Bundesminister Volker Wissing

Quelle: BMDV

8Neue Technik macht den Verkehr rund um neue Baustellen sicherer. Intelligentes Verkehrssystem warnt Fahrerinnen und Fahrer frühzeitig. Bis Ende 2023 ist es in ganz Deutschland verfügbar.

Untersuchungen zeigen, dass sie besonders gefährlich sind: neu eingerichtete Baustellen. Sie überraschen routinierte Fahrerinnen und Fahrer und führen eher zu Unfällen als langfristige Baustellen. Die Lösung dieses Problems ist mit der Ausweitung der „Baustellenwarner“ auf deutschen Autobahnen nun einen Schritt näher gerückt. „Die Vorteile sind offensichtlich: besserer Verkehrsfluss, weniger Staus und Stress, mehr Sicherheit, bessere Luftqualität in den Städten, weniger CO2-Emissionen und damit mehr Klimaschutz“, so Bundesminister Volker Wissing während seines Besuchs in der Autobahnmeisterei in Erkner im Oktober 2022.

Sicherer und nachhaltiger Verkehr

„Baustellenwarner“ sind fahrbare Absperrtafeln oder fest verbaute Einheiten, die Signale an sich annähernde Verkehrsteilnehmende senden. Die werden so vor neuen Baustellen gewarnt, noch bevor sie diese selbst sehen können. Die zugrundeliegende Technik -C-ITS(Englisch für „Kooperative intelligente Verkehrssysteme“) erhöht so die Verkehrssicherheit. Denn Fahrerinnen und Fahrer können durch die zuverlässige und frühzeitige Warnung vorausschauend fahren, was sowohl sie selbst als auch das Baustellenpersonal schützt. „Für die Fahrerinnen und Fahrer auf den Autobahnen wird dies eine große Erleichterung. Durch die Kommunikation von Fahrzeugen und Straßenbetreibern wird das Fahren deutlich sicherer, angenehmer und ressourcenschonender“, so Wissing.

Bereits seit April 2021 sind die „Baustellenwarner“ in den Autobahnmeistereien im Rhein-Main-Gebiet im Einsatz, in 4 der insgesamt 189 Autobahnmeistereien der Autobahn GmbH. Ende Oktober wird nun auch der Großraum Berlin mit der Technik ausgestattet. Bis Ende 2023 sollen alle fahrbaren Absperrtafeln auf deutschen Autobahnen mit der Technik ausgestattet sein.

Neuerungen werden folgen

Der „Baustellenwarner“ ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn es um Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit geht. Der Bundesminister für Verkehr und Digitales erwartet darauf aufbauende Technologien: „Der Austausch von Informationen zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur hat enormes Potenzial, das wir heben wollen und müssen. Denn das ist zum Beispiel eine wichtige Voraussetzung für das autonome und vernetzte Fahren. Dafür haben wir einen international bislang einmaligen rechtlichen Rahmen geschaffen.“ Nach dem Start des „Baustellenwarners“ können jetzt auch weitere Dienste für den Regelbetrieb vorbereitet werden – „zum Beispiel die digitalen Echtzeitwarnungen vor einem Stauende oder nahenden Einsatzfahrzeugen“, so Wissing.

Autonomes Fahren wird unsere Mobilität nachhaltig verändern – bei der Personenbeförderung & in der Logistik auf der letzten Meile. Mit der neuen Verordnung regeln wir die technischen Bedingungen & das Zulassungsverfahren. Wir haben jetzt den gesetzlichen Rahmen vervollständigt.

Bundesminister Volker Wissing

Quelle: Instagram/BMDV

Sichere und wichtige Daten

Fahrzeuge, die bereits mit der neuen Technik ausgestattet sind, empfangen die Informationen der „Baustellenwarner“ per WLAN direkt. Die anonymisierten Daten werden ebenfalls über die Datenplattform Mobilithek geteilt, die das Bundesministerium für Verkehr und Digitales zur Verfügung stellt. Dort können beispielsweise Anbieter von Navigationssystemen, Autohersteller mit alternativen Techniken oder Betreiber von Verkehrs-Apps die Daten weiterverwerten und ihren Kundinnen und Kunden zur Verfügung stellen. Der Bundesminister rechnet ebenfalls damit, dass mit diesen Daten neue Anwendungen entwickelt werden. „Die Daten geben viel her, dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Das ist gut so, denn die digitale Transformation ist ein kontinuierlicher, lebendiger Prozess.“

Wie können wir die Verkehrssicherheit erhöhen? Die Lärmemissionen senken? Den Umweltschutz verbessern? Zu diesen und vielen weiteren Fragen stellt das Kraftfahrtbundesamt seinen Datenschatz der Forschung anonymisiert zur Verfügung.

Bundesminister Volker Wissing

Quelle: Twitter/BMDV