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Güterverkehr

Quelle: bayernhafen gruppe / David Ebener

Um mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, fördert der Bund seit 1998 den Neu- und Ausbau von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht bundeseigener Unternehmen. Die wichtigsten Eckpunkte der Förderung im Überblick:

Fördergegenstand

Als Kombinierter Verkehr (KV) im Sinne dieser Richtlinie gilt der Transport von Gütern in ein und derselben genormten Ladeeinheit (Container, Wechselbrücke, Sattelauflieger bzw. bei der Rollenden Landstraße auch komplette Lkw), wobei die Ladeeinheit einschließlich des Gutes den Verkehrsträger wechselt. Im Rahmen des Förderprogramms werden Investitionen nicht bundeseigener Unternehmen in den Neu- und Ausbau von KV-Umschlaganlagen finanziell gefördert.

Höhe der Förderung

Von den zuwendungsfähigen Investitionsausgaben werden bei Neu- und Ausbau von KV-Umschlaganlagen bis zu 80 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt.

Antragstellung

Interessierte Investoren stellen ihre Förderanträge für Anlagen des KV Schiene/Straße oder Schiene/Schiene beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA), für Anlagen des KV Wasserstraße/Straße oder Wasserstraße/Wasserstraße bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS). Die GDWS ist zudem Bewilligungsbehörde für trimodale Anlagen (Wasserstraße/Schiene/Straße) mit einem Schwerpunkt der Investition in die Wasserstraßeninfrastruktur. Das EBA ist Bewilligungsbehörde bei trimodalen Anlagen mit einem Schwerpunkt der Investition in die Schieneninfrastruktur.

Das Ergebnis der Prüfung des Förderantrags soll dem Antragsteller frühestmöglich, spätestens jedoch drei Monate nach Vorliegen aller zur Entscheidung erforderlichen Unterlagen mitgeteilt werden.

Nähere Informationen zu der Förderung und Antragstellung sind über die zuständigen Bewilligungsbehörden Eisenbahn-Bundesamt bzw. Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt erhältlich.

Aktuelle Informationen zur Förderrichtlinie (Stand April 2022)

Die Geltungsdauer der Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht bundeseigener Unternehmen vom 04.01.2017 wurde bis 30.09.2022 verlängert. Die Europäische Kommission hat dieser Verlängerung mit Entscheidung vom 06.04.2022 zugestimmt. Neue Förderanträge können beim Eisenbahn-Bundesamt und bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt eingereicht werden.

Es ist zudem geplant, dass die Förderung von Investitionen in Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs mit einer neuen Förderrichtlinie weitergeführt wird. Die Förderung auf Grundlage einer neuen Förderrichtlinie wird frühestens im 4. Quartal 2022 beginnen.