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Projektbeschreibung

Ziel des Projektes Protopolis war es, den Einsatz von disaggregierten Open RAN Netzen unter möglichst realen Bedingungen und unter den besonderen Gesichtspunkten eines Telekommunikations-anbieters zu evaluieren. Dazu wurde pro Hersteller ein isoliertes und prototypenähnliches Testnetz im sächsischen Ort Plauen errichtet, anhand dessen unterschiedliche Testreihen durchgeführt wurden. Der Umfang und das Konzept der Tests waren darauf ausgelegt, Erkenntnisgewinne in den für Anbieter besonders relevanten Aspekten, wie z.B. Technologiereife, Leistung, Betreibbarkeit und Sicherheit, zu erzielen.

Ergebnisse und Wirkung

Es wurden wichtige Erkenntnisse über den Einsatz und die Rahmenbedingungen eines Open RAN Netzes gewonnen. Es zeigte sich, dass Open RAN basierte Mobilfunksysteme grundsätzlich in der Lage sind, im freien Feld eingesetzt zu werden. Das umfasst vor allem grundsätzliche Funktionalitäten wie z.B. Datenübertragung. Offene Schnittstellen, die für die geplante herstellerübergreifende Kompatibilität erforderlich sind, waren im Rahmen dieses Projektes bei keinem der beiden Hersteller verfügbar. Ferner zeigte sich bei der Umsetzung des Projektes die hohe Komplexität, die der Paradigmenwechsel - weg von geschlossenen Systemen eines Herstellers hin zu einer herstelleroffenen Architektur - mit sich bringt. Der Einsatz von Prototypen und experimenteller Hardware führte zu größeren technischen und organisatorischen Herausforderungen, die im Rahmen der Projektumsetzung gemeistert werden konnten.

Das Projekt hat einen essentiellen Beitrag zum Technologietransfer in die Praxis geleistet. Die Projektergebnisse werden zukünftig bei der Entwicklung neuer Konzepte für verbesserte Mobilfunknetze berücksichtigt.

VerbundkoordinatorVodafone GmbH
Projektvolumen
2,9 Mio. €, Förderquote 50 %
Projektlaufzeit
06/2021 – 02/2022
Projektpartner
  • Nokia, Finnland
  • Mavenir, USA
AnsprechpartnerVodafone GmbH
Peter Steinkönig
peter.steinkönig@vodafone.com

Projektbeschreibung

Das Ziel des Forschungs- und Entwicklungsprojektes Open RAN Cities war die frühzeitige Erforschung, Entwicklung, umfangreiche Erprobung und Validierung neuartiger Open RAN Technologien im realen Wirkbetrieb, um diese Technologien und ein entsprechendes Ökosystem zu fördern. Die Schwerpunkte lagen dabei zum einen auf der Demonstration und dem Nachweis der kommerziellen Nutzbarkeit einer Open RAN-basierten Mobilfunklösung. Zum anderen standen die Entwicklung und Erprobung eines Betriebskonzepts für eine Lösung, die aus Produkten verschiedener Hersteller besteht, im Mittelpunkt. Schließlich umfasste das Projekt die Implementierung und den Betrieb unter realen Wirkbetriebsbedingungen eines Mobilfunkbetreibers.

Ergebnisse und Wirkung

Eine sehr enge Abstimmung zwischen den Anbietern unterschiedlicher Hardware und Software war erforderlich, um die Interoperabilität der Lösungen unterschiedlicher Hersteller und die Anpassung an die technischen Anforderungen zu gewährleisten. Für eine korrekte und effiziente Systemintegration war ein flexibler Ansatz mit schneller Lieferung der erforderlichen Software-Anpassungen zusammen mit einer höchstmöglichen Automatisierung von Testausführung und Systemvalidierung nötig.

Im Projekt Open RAN Cities wurde die Integration der unterschiedlichen Lösungen in einer standardkonformen Implementierung mit offener Schnittstelle (Fronthaul Interface) erreicht. Im Verlauf des Projektes wurde der erste darauf basierende mMIMO-Anruf in Europa getätigt. Des Weiteren ist es gelungen, Open RAN-Komponenten der verschiedenen Hersteller in ein herstellerunabhängiges Netzmanagement-System zu integrieren und damit wesentliche Betriebsprozesse durchzuführen.

Im Projekt wurden wichtige technische Grundlagen etabliert. Die Ergebnisse fließen aktuell unmittelbar in bereits laufende Vorbereitungen zur kommerziellen Einführung in ein zukünftiges Mobilfunknetz ein, mit welchem die Position deutscher und europäischer Unternehmen gestärkt wird.

VerbundkoordinatorDeutsche Telekom AG
Technology & Innovation, Bonn
Projektvolumen
20,9 Mio. €, Förderquote 50 %
Projektlaufzeit
06/2021 – 12/2021
AnsprechpartnerDeutsche Telekom AG
Franz Seiser
franz.seiser@telekom.dem

Projektbeschreibung

Die Entwicklung offener Schnittstellen in Telekommunikationsnetzen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neue, offene Schnittstellen und innovative Systemkomponenten müssen von Grund auf spezifiziert, entwickelt und im Gesamtkontext getestet werden, um die erforderliche Marktreife zu erreichen. Die Zielsetzung des Projektes war es, die Markteinführung eines O-RAN kompatiblen Ecosystems - basierend auf einer offenen Systemarchitektur - sowie Innovationszyklen und Markeinführungsprozesse zu beschleunigen.

Ergebnisse und Wirkung

Ergebnis ist die Verabschiedung einer Entwicklungs-Roadmap für O-RAN Hardware- und Software, die den Marktanforderungen und -trends über einen mittelfristigen Zeitraum entspricht. Die Roadmap beinhaltet die Analyse und Umsetzung der technischen Spezifikationen der O-RAN Alliance und schafft damit die Grundlage zur Weiterbearbeitung in der eigentlichen Entwicklung.

Des Weiteren entstand die Definition eines O-RAN Ecosystem Evolutionsplans, der weitere Innovationsansätze in den Bereichen Radio Access Network Cloudifizierung, Network Slicing, Internet of Things (IoT), ultrakurze Latenzzeiten und 6G spezifiziert und umfasst.

Das Projekt diente dazu, bereits in 2021 die Erarbeitung und Durchsetzung offener Schnittstellen zu priorisieren und zu beschleunigen. Hierdurch stärkt das Vorhaben den zeitnahen Aufbau eines O-RAN Ecosystems in Deutschland und im Zuge dessen auch in Europa. Damit wird ein Beitrag zur zukünftigen Verbesserung der Qualität der Mobilfunknetze für Endkunden geleistet.

VerbundkoordinatorNokia Solutions and Networks GmbH & Co. KG
Projektvolumen
5,0 Mio. €, Förderquote 50 %
Projektlaufzeit
06/2021 – 02/2022
AnsprechpartnerNokia Solutions and Networks GmbH & Co. KG

Projektbeschreibung

Open RAN gilt als Technologie der Wahl für zukünftige Mobilfunknetze auf dem Weg zu einem diversifizierten, robusteren Lieferanten-Ecosystem. Ziel ist die Verfügbarkeit der Technologie für einen kommerziellen Einsatz in Europa.

Das Open Lab für Open RAN - i14y Lab - zielt auf den Aufbau und die sukzessive Erweiterung einer Laborinfrastruktur zur Erforschung und Erprobung Open-RAN-basierender Komponenten und Services. Das i14y Lab ist als eine offene, herstellerneutrale Testumgebung konzipiert. Diese soll Netzbetreibern, Systemherstellern, Systemintegratoren, Start-ups und Forschungseinrichtungen eine Plattform bieten, Aufwände für Tests und Integration reduzieren sowie Markteintrittsbarrieren für KMU in Europa minimieren.

Die offene Strategie und das Konsortium aus Großunternehmen, KMUs und akademischen Partnern bilden die Grundlage für neue Art der kooperativen Entwicklung.

Ergebnisse und Wirkung

Der Aufbau des Labor-Setups erfolgte von Anfang an inklusive der entsprechenden Prozesse. Zum Setup gehörten die Einrichtung des Labors und der betreffenden Basisinfrastruktur, die Erstellung von Testcases sowie die Entwicklung eines detaillierten Testplans für Multi-Vendor-Tests. Damit war auch der Rahmen für die Ausrichtung der Interoperabilitätsveranstaltung „Joint O-RAN & TIP PlugFest 2021“ geschaffen.

Für die Positionierung des Open Labs wurde i14y als Marke entwickelt. Interessante Inhalte und Projekte werden regelmäßig online über www.i14y-lab.com, LinkedIn und YouTube kommuniziert. In Ergänzung dazu fanden öffentlichkeitswirksame Präsentationen statt.

Für die strategische Ausrichtung des Open Lab wurden eine qualitative Benchmarking-Studie mit Interviews von erfolgreichen internationalen Labs sowie Interviews von Nutzern bezüglich Motivation und Anforderungen durchgeführt.

Feststellbar ist, dass das Open Lab Modell das Teilnahmeinteresse am nächsten „PlugFest“ (Interoperabilitätsveranstaltung) steigert.

VerbundkoordinatorDeutsche Telekom, Berlin
Projektvolumen
33,9 Mio. €, Förderquote 50 %
Projektlaufzeit
10/2021 – 10/2024
Projektpartner
  • Altran / Capgemini Engineering, München
  • BISDN, Berlin
  • Deutsche Telekom, Berlin
  • EANTC, Berlin
  • Fraunhofer HHI, Berlin
  • highstreet technologies, Berlin
  • Nokia, München
  • Telefónica O2, München
  • TU Berlin, Berlin
AnsprechpartnerDeutsche Telekom AG
Dr. Andreas Gladisch
Andreas.Gladisch@telekom.de